Kunstgewerbemuseum am Kulturforum

Foto Maximilian Meisse

Direkt am Tiergarten, nicht weit vom Potsdamer Platz ist das Kunstgewerbemuseum angesiedelt. Nach Entwürfen von Rolf Gutbrod – einem der führenden deutschen Architekten der 1960er Jahre – errichtet, stammt der Bau aus der Gründungszeit des architektonischen Gesamtkomplexes „Kulturforum“. Mit der Rückkehr zur Materialität der Moderne im Béton Brut und der Sichtbarmachung der konstruktiven Elemente wurde hier eine Ästhetik der Wahrhaftigkeit für die Nachkriegsmoderne erprobt. Das Museum ist in diesem Geist des Brutalismus entworfen und als „gebaute Landschaft“ gedacht. Sichtbeton und Mauerwerk bestimmen das äußere Erscheinungsbild, wobei das rote Mauerwerk auf die benachbarte Matthaikirche Bezug nimmt. Beim Eintritt wird der Besucher in großzügigen, hohen Räume mit Emporen und einem offenen Treppenhaus empfangen. Er ist dazu eingeladen, sich ganz den Prunkstücken der Sammlung zu widmen und von einer Ebene zur anderen zu wandeln. Die Ausstellung bietet den chronologischen Überblick zu einer beeindruckenden Vielfalt an Entwurfs- und Objektkunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Bis 2014 ist das Haus wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Zur Wiedereröffnung wird sich die Ausstellung am Kulturforum mit einer neuen, umfangreichen Modegalerie von herausragender Qualität sowie einer Neukonzeption der Bereiche „Frühe Moderne“ und „Klassisches Design“ präsentieren.

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