Verein

Publikationen | Erwerbungen | Restaurierungen

Seit Anbeginn ist die Geschichte des Kunstgewerbemuseums Berlin eng mit dem Engagement privater Förderer verbunden. Bereits seine Gründung 1867 ging auf die Initiative von Berliner Bürgern zurück. Das kontinuierliche Anwachsen der außerordentlich qualitätvollen Sammlung ist nicht zuletzt anspruchsvollen und leidenschaftlichen Privatsammlern zu verdanken, die ihre sorgsam ausgewählten Kunstobjekte dem Museum vermachten.
Zum ersten Direktor wurde der Kunsthistoriker Julius Lessing (1843–1907) ernannt, welcher sich der Unterstützung zahlreicher Freunde des Museums gewiss sein konnte. In regem Kontakt mit diesen begleitete er auch deren private Sammeltätigkeit.
An jene Zeit, in der dem Kunstgewerbemuseum ein verlässlicher Kreis engagierter Kunstliebhaber zur Seite stand, wollten die 13 Gründungsmitglieder anknüpfen, als sie am 15. Februar 1988 die Julius-Lessing-Gesellschaft, Verein der Freunde des Kunstgewerbemuseums Berlin e.V. gründeten. Gerade wenn die öffentliche Hand zum Sparen gedrängt ist und Erfolge im Kunstbetrieb mehr an Popularität denn an Qualität gemessen werden, sind treue Förderer und Fürsprecher unverzichtbar. Sie tragen wesentlich dazu bei, den Glanz der großartigen, historisch gewachsenen Sammlung auch weiterhin zu erhalten.

Die Julius-Lessing-Gesellschaft steht dem Kunstgewerbemuseum nun seit vielen Jahren ideell und finanziell zur Seite. Ziel des Vereins ist es, den Bekanntheitsgrad der Sammlung zu mehren und eine qualitätvolle Museumsarbeit zu unterstützen. So fördert er Ausstellungen, Symposien, pädagogische Projekte, Publikationen und Veranstaltungen, welche das öffentliche Interesse auf die kunst- und kulturhistorische Bedeutung des Museums lenken. Darüber hinaus setzt er sich für die Erforschung und den Erhalt der Sammlung – etwa durch die Finanzierung von Restaurierungsmaßnahmen – ein. Nicht zuletzt gilt sein Engagement einer Erweiterung der herausragenden Bestände. Durch gezielte Ankäufe von Kunstwerken, welche dem Museum als Schenkung oder als Dauerleihgabe überlassen werden, konnten in den vergangenen Jahren Sammlungslücken geschlossen und ein kontinuierliches Weitersammeln von Gegenwartskunst sichergestellt werden.